2026.05.23 Auf dem Weg nach Vallacki

Der Morgen im Lager

Die Gruppenmitglieder erwachen nacheinander im Lager der Vistani. Nach einem kurzen Plausch machen sie sich auf zur Feuerstelle in der Mitte des Lagers. Fendric wird direkt von Stanimir angesprochen. Dieser möchte Fendric die Pandora, welche er letzte Nacht so virtuos gespielt hatte, als Leihgabe übergeben. Diese große Ehre nimmt Fendric ohne großes Zögern an und macht sich direkt daran sich mit der Pandora vertraut zu machen.

Währenddessen kehrt Arturi aus dem Wald zurück und gesellt sich zur Gruppe ans Lagerfeuer. Er bestätigt auf Nachfrage, dass er es war der in der Nacht von den Untoten auf der anderen Seite des Sees belagert wurde. Danach fragt er, ob jemand wisse wo Eliza sei. Da keiner von uns das düstere Geheimnis von letzter Nacht preisgeben möchte, wird seine Nachfrage verneint. Nach dieser Frage wird allerdings allen klar, dass sie das Lager zügig verlassen sollten, um unangenehmen Nachfragen aus dem Weg zu gehen.

Das unverhoffte Wiedersehen

So machen wir uns mit musikalischer Untermalung durch Fendric auf den Weg in Richtung Vallaki. Dafür müssen wir wieder den bekannten Weg von gestern Nacht beschreiten. Diesmal bleibt allerdings alles ruhig, zumindest bis wir die Kreuzung mit dem Friedhof erreichen. Doch dort trauen wir dann alle unseren Augen nicht. Uns kommt eine Untote auf einem Pferd entgegen. Sie hält ihren eigenen Kopf im Arm und ihre gespenstische Laterne scheint das Licht in ihrem Umkreis einzusaugen.

Als die unheimliche Gestalt näher kommt, erkennen wir, dass es Eliza ist. Es verschlägt allen die Sprache, da wir sie am Vorabend im Wasser versenkt hatten. Borgrimm hatte sie mit der urtümlichen Magie von Yggdrasil verwurzelt um sie zu binden. Wenn dieser Zauber nicht ausreicht um die Toten an der Wiederauferstehung zu hindern, dann sind sie in diesem Lande ein formidabler Gegner. Dieser frustrierende Gedanke scheint auch Simo durch den Kopf zu gehen. Auf jeden Fall stürmt er mit unbändiger Wut auf Eliza zu und treibt seinen Kriegshammer in die Flanke des Rosses. Doch auch dieser wuterfüllte Angriff hält das Tier nicht auf und auch die untote Reiterin bleibt unbeeindruckt. Der Paladin wird einfach mitgeschliffen, bis er schließlich frustriert seinen Kriegshammer wieder herauszieht. Schließlich verschwindet das Reittier mit seiner gespenstischen Reiterin im Wald ohne unsere Präsens in irgendeiner Weise zu würdigen.

Der Aufstieg zur Brücke

Nach der Begegnung mit Eliza ist allen mulmig zu Mute und es werden kaum Worte gewechselt. Wir setzen unseren Weg in Richtung Brücke dennoch fort. Auf dem ansteigenden Weg wird es schnell kälter. Als neben dem Weg schließlich ein Turm auftaucht, lässt sich Borgrimm nicht lange bitten. Er tritt kurzerhand die Tür ein. Im Inneren des Turms gibt es nicht viel, außer einer Treppe die in die zweite Etage führt. Hier ist es nun eiskalt, doch das hält Borgrimm nicht davon ab die Leiter aufs Dach des Turms zu nehmen. Für seine Entschlossenheit wird er mit einem weiten Ausblick über den Tzer-Tümpel und das Umland belohnt. Es offenbart sich, dass das Wetter in Barovia sehr lokal zu sein scheint. Während es hier regnet ist es nicht weit entfernt im Dorfe Barovia nebelig. Bevor Borgrimm den Weg nach unten antritt findet er noch einen silbernen Drachenanhänger, welchen er sich einsteckt.

Der Rest der Truppe ist in der Zwischenzeit nicht untätig. Simo untersucht währenddessen einen untoten Kadaver in der Nähe. Dieser stellt sich als Wolf heraus. Er ist größtenteils verwest, aber einen silbernen Bolzen kann Simo noch erbeuten. Dieser steckt fest in einem Knochen des Tiers, kann vom Paladin jedoch mit einem beherzten Ruck herausgezogen werden.

Als wir uns wieder in Marsch versetzen kommt Krull aus seiner Lethargie und beginnt ein Gespräch mit Simo. Er möchte von Simo wissen, wie es sein kann, dass Eliza zurück kommen konnte, obwohl wir alles in unserer Macht stehende getan haben um sie daran zu hindern. Doch auch Simo hat dafür keine Erklärung und man merkt ihm seine Frustration darüber deutlich an. Er moniert, dass er seinem Eid in diesem Lande anscheinend nicht gerecht werden kann. Auch Krull ist frustriert und fragt sich, warum wir Eliza überhaupt umgebracht haben, wenn es nun doch nichts ändert.

Das Gespräch der beiden bleibt nicht unbemerkt. Valerion versucht sie aufzumuntern und den niedergeschlagenen Gefährten Mut zuzusprechen. Taliàs hingegen empfindet dies wohl alles als eher albern und setzt sich kopfschüttelnd von den beiden ab. Für Irena hingegen ist das Gespräch besorgniserregend. Sie war letzte Nacht nicht mit dabei und hatte noch gar keine Ahnung davon, dass die Gruppe eine der Vistani umgebracht hat.

Sie spricht ihr Unbehagen darüber offen an und redet uns allen ins Gewissen, es können nicht sein, dass wir einfach morden. Doch nach einer Erklärung des Sachverhalts kann sie davon überzeugt werden, dass uns keine andere Wahl geblieben ist. Eliza war, oder besser ist, dem Herrscher dieses Landes Strahd verfallen und hätte von unserem Treffen mit Madame Eva berichtet. Ob dies nun jedoch nicht sowieso geschehen ist, bleibt allerdings unklar.

Während des ganzen Gesprächs bewegen wir uns trotzdem weiter, da wir keine Zeit zu verlieren haben. Der Weg steigt nun immer extremer an. Borgrimm hat kein gutes Gefühl und verwendet sein zwergisches Steingespür um einen Wolf zu erahnen, welcher uns zu verfolgen scheint. Je weiter wir uns fortbewegen desto mehr Schatten scheinen sich in den umliegenden Wäldern zu bewegen.

Der Kampf mit den Lykanthropen

Unser ungutes Gefühl nimmt stetig zu, bis uns ein bärtiger, rot gewandeter Dorfbewohner entgegen kommt. Der fremde scheint jedoch erstmal ein freundlicher Geselle zu sein. Er plauscht mit Borgrimm und möchte wissen, was wir denn so alleine hier draußen machen würden. Nach ein wenig hin und her zeigt sich allerdings, dass sein freundliches Erscheinungsbild sehr getäuscht hat. Als er erkennt, dass wir offensichtlich keine Silberwaffen dabei haben, bricht er aus seiner menschlichen Gestalt heraus. Er verwandelt sich vor unseren Augen in einen riesigen Werwolf und greift uns an.

Die uns verfolgenden Schatten stellen sich als seine Kumpanen heraus. Zwei davon sind ebenfalls Werwölfe, allerdings sind auch normale Wölfe unter unseren Gegner. Die Verbindung zu den Wölfen scheint also über das Aussehen hinaus zu gehen. Valerion wird im Zuge der ersten Angriffswelle schwer getroffen, kann sich aber auf eine höher gelegene Klippe zurück ziehen um uns von dort zu unterstützen. Taliàs schlägt mit einem meisterlich gezauberten chromatischen Kugel zurück. Diese verwundet einen Werwolf schwer, bevor sie sogar noch auf einen weiteren überspringt und diesen ebenfalls schwer versengt. Doch dies scheint den Kampfeswillen der Angreifer nicht zu brechen. Simo wird im Verlauf des Kampfes ebenfalls schwer verwundet und Fendric wird fast vom Weg ins darunter liegende Tal geschleift. In letzter Sekunde gelingt es Simo jedoch den Wolf aufzuspießen und Fendric vor dem tiefen Fall zu bewahren. Nach einem harten Kampf beginnen die Werwölfe zu fliehen und zweien gelingt die Flucht leider auch. Doch den letzten kann Irena mit einem gut gezielten Schuss aus ihrer Armbrust erlegen.

Simo scheint dies jedoch noch nicht genug zu sein. Er läuft schnurstracks auf den leblosen Werwolf zu und haut ihm seine Kriegspicke mit voller Wucht in die Brust. Mit Hilfe der im Brustkorb versenkten Picke zieht er den Kadaver zurück zur Gruppe. Während er dies tut schreit der Paladin wie von Sinnen um sich. Valerion ist der erste der sich traut Simo anzusprechen. Er will ihn aufbauen und erinnert ihn daran, dass wir nicht aufgeben dürfen. Auch wenn dieses Land ungewohnt ist und hart zu uns ist, so müssen wir doch standhaft bleiben. Diese Worte scheinen einen Nerv bei Simo zu treffen. Er stimmt Valerion zu und entschuldigt sich bei der Gruppe für sein ungestümes Verhalten. Er wird sich Mühe geben der Gruppe wieder ein besseres Vorbild zu sein. Irena gibt sich einfühlsam und sagt zu ihm: "Verliert nicht die Hoffnung, Paladin des Lichts."

Bevor wir schließlich weiter gehen, bemerken wir einen weit entfernten riesiger Werwolf in den Baumwipfeln. Er scheint uns die ganze Zeit beobachte zu haben. Dies wird wohl nicht unsere letzte Begegnung mit diesen Lykanthropen gewesen sein.

Der Brückenwächter

Unser Marsch führt uns letztendlich zu einer langen Brücke die den Tzer-Fluss über ein tiefes Tal überspannt. Zwei Gargoylestatuten aus Obsidian stehen links und rechts vor dem Anfang der Brücke und zeugen von ihrer Bedeutung für die Region.

In der Mitte der breiten Brücke steht eine verwitterte große Gestalt. Sie scheint mehr als zwei Meter groß zu sein und Simo spürt direkt, dass es sich um einen Untoten handelt. Doch nach dem beschwerlichen Aufstieg ist nun auch keinem nach Umkehren zu Mute. So betreten wir die Brücke und nähern uns der imposanten Gestalt. Zu unserer Verwunderung beginnt der Untote zu sprechen, als wir nur noch wenige Meter von ihm entfernt sind. Er will von uns wissen, ob wir Strahd dienen oder nicht. Valerion entgegnet ihm daraufhin, was es für einen Unterschied für ihn mache. Anscheinend genügt ihm diese Antwort erstmal, um uns nicht direkt anzugreifen.

Der geschundene, nun eindeutig als Krieger zu erkennende, Untote steht hier schon seit hunderten von Jahren und erzählt uns bereitwillig seine Geschichte. Er war ein Krieger des Ordens des silbernen Drachens. Sein Schicksal der ewigen Wache hat ihm der Bruch eines direkten Befehls eingebracht. Aus irgendeinem Grund sollte er vor langer Zeit nicht direkt gegen Strahd vorgehen, doch dies konnte er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Warum er diesen Befehl erhalten hatte, darf er uns nicht verraten. Falls und dies interessiere sollen wir Sir Godfrey in der Festung Argynvost befragen. Nachdem er uns seine Geschichte erzählt und unsere Fragen beantwortet hat, gibt er uns den Weg frei und bittet uns erneut darum, nach Argynvost zu reisen um den Rest der Geschichte zu hören.

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