26.03.21 Erstes Treffen mit Strahd
Aufbruch zum Tzer-Tümpel
Als wir uns endlich auf den Weg machen, sind entlang der Felder hunderte untote Leichen zu sehen. Sie liegen dort einfach reglos an Ort und Stelle, der Verdacht liegt nahe, dass Strahd mit uns gespielt hat.
Wir setzen unseren Weg fort über die Steinbogenbrücke und erreichen schließlich die Wegbiegung, an welcher wir uns in den Wald schlagen wollen. Zufällig treffen wir hier auf Cerezo und Karga von der Palisade. Sie sind im Unterholz und greifen uns fast an, allerdings erkennen sie noch rechtzeitig, wer wir sind, und geben sich zu erkennen. Sie sind auf der Suche nach einer Familie, welche seit dem letzten Angriff auf Barovia vermisst wird. Nach einem kurzen Plausch raten sie uns davon ab in den Wald zu gehen, falls wir aber darauf bestehen sollen wir zumindest unseren Weg markieren.
Wir schlagen uns trotzdem durch den Wald, da die Verlockung von van Richtens Waffenlager einfach zu groß ist. Wir erreichen schließlich eine Lichtung in deren Mitte eine uralte schwarze Eiche steht. Wir sind jedoch nicht allein und wurden auch auf dem Weg beobachtet, ein Wolf hat uns unbemerkt verfolgt. Auf der Lichtung entdecken wir auch noch Zombies. Diese werden vom Großteil der Gruppe direkt angegriffen, während Krull der Gruppe den Rücken freihält, um einen möglichen Angriff des Wolfs abzuwehren. Diesem gefällt das gar nicht, er greift allerdings auch nicht an, stattdessen flüchtet er direkt nach dem Kampf. Unter der Eiche finden wir einen Silberdolch und eine Armbrust, Doru hatte also nicht gelogen. Allerdings hatten wir und von van Richtens Waffenlager etwas mehr erhofft.
Nach dem Kampf stellen wir fest, dass die Lichtung ein perfekter Kreis ist, welcher auch den Nebel abhält, irgendeine Kraft wohnt dieser Eiche inne. Auf der Lichtung scheint alles etwas gedämpfter zu sein, gibt es also doch Orte in Barovia die der Kraft von Strahd etwas entgegensetzen können?
Unter der Eiche erzählen uns Simo und Fendric Geschichte Tamias. Tamia war ein Mensch, bevor ein Zauber sie in die Eule verwandelt hat, die wir kennengelernt haben. Fendric und Simo sind auf der Suche nach Zauberern und Magiern, die sie zurück verwandeln können.
Valerion untersucht daraufhin Tamia nochmals genau, sein Verdacht ist, dass es sich um den sehr mächtigen Zauber wahre Verwandlung handelt. Nachdem die Geschichte erzählt ist, scheint Simo deutlich gelöster zu agieren, das Geheimnis vor der Gruppe zu bewahren scheint ihm nicht leicht gefallen zu sein.
Das erste Treffen mit Strahd
Wir schlagen uns ohne weitere Vorkommnisse zurück auf den Weg durch und setzen unsere Reise bis zu einer Wegkreuzung fort. Dort stehen ein Galgen und ein altes Gräberfeld. Auch wenn es nicht einladend aussieht, beruhigt es uns doch etwas, dass der Galgen wohl schon seit längerer Zeit nicht mehr benutzt wurde. Wir entscheiden uns in Richtung des Tzer-Tümpel weiterzugehen, da der andere Weg in Richtung Ravenloft und in die Berge führen würde.
Als wir den Weg entlangschreiten können wir trabende Pferde hören. Diese zwei schwarzen Pferde ziehen eine fein verzierte schwarze Kutsche. Auf dem Wagen ist das Wappen von Schloss Ravenloft zu erkennen, wir ahnen böses.
Der Kutscher, dessen Name Escher ist, sieht sehr edel aus, auch wenn er unnatürlich blass ist. Er stoppt die Kutsche um seinem Herrn eine Unterhaltung zu ermöglichen. Unsere Befürchtungen bewahrheiten sich, es handelt sich wirklich um Strahd. Er ist noch feiner gekleidet als Escher, er trägt ein rotes Gewand und eine rote Brosche am Hals. Auch er ist unnatürlich blass und seine Hände wirken eher wie Krallen. Irena torkelt etwas, als Strahd sich vorstellt. Daraufhin spricht er sie direkt als Lady Koljana an, er kennt sie also wirklich.
Er ist oberflächlich freundlich und spricht jeden aus der Gruppe mit seinem korrekten Namen an und hat sogar Hintergrundinformationen über uns. Er ist wirklich sehr gut informiert und scheint es auch etwas zu genießen uns mit diesem Wissen zu konfrontieren. Jeder in der Gruppe geht damit unterschiedlich souverän um. Krull verschlägt es ein bisschen die Sprache, während andere wie Simo und Valerion ihre Überraschung besser überspielen können. Nachdem er sich einen ersten persönlichen Eindruck verschafft hat, lädt er uns nach Ravenloft ein und wechselt das Thema auf den Tod von Walter.
Er weiß von seinem Tod und ist sehr betrübt darüber, oder tut zumindest so. Er verlangt Schadensersatz von uns für die Ermordung des Monsters, er hält ihn also anscheinend für sein Eigentum. So wie er eigentlich alles in Barovia für sein Eigentum zu halten scheint. Zum Glück reagiert Simo geistesgegenwärtig und hat noch die Korrespondenz zwischen Strahd und Elisabeth, der verrücktgewordenen Mutter von Walter, im Kopf. Aus dieser geht hervor, dass Strahd eigentlich kein Interesse an der Familie Durst hatte und diese nur benutzt hat. Dieses wissen scheint Strahd zu amüsieren und er lässt sich darauf ein, das Thema zu vertagen.
Als nächstes möchte er von der Gruppe wissen, was wir von seinem Handeln im Dorf Barovia halten. Wir halten uns mit einer Verurteilung des Handelns zurück, da es uns nicht weise erscheint direkt die Konfrontation mit ihm zu suchen.
Als Strahd schon dabei ist zu gehen, schnappt er sich Tamia und zeigt großes Interesse an ihr. Er zieht kurz an ihr und daraufhin erscheint ein weibliches Gesicht. Es ist das Gesicht der Paladina Tamia Teidel, welche die Schwester von Simo ist. Strahd gibt vor jemanden zu kennen, der ihr helfen kann ihre alte Gestalt wiederzuerlangen. Der Vorschlag gefällt Tamia, er scheint sie aber auch bezaubert zu haben. Ohne weitere Umschweife nimmt Strahd Tamia mit und die Gruppe bleibt ohnmächtig zurück. Nur Fendric und Simo wollen dies nicht einfach so hinnehmen. Fendric schafft es noch sich an die Kutsche zu hängen, bevor diese losfährt, und Simo rennt in voller Montur hinterher.
Fendric bleibt jedoch nicht unentdeckt. Strahd bemerkt direkt, dass er sich an die Kutsche gehängt hat. Er lässt die Kutsche von Escher stoppen, allerdings erst außerhalb der Sichtweite der restlichen Gruppe. Fendric steigt von der Kutsche ab und versucht Strahd mit dem Zauber Donnerwelle zu überraschen. Der Zauber wird allerdings von Strahd ohne Mühe einfach negiert. Daraufhin versucht Fendric um Verständnis zu werben und stellt klar, dass er nicht ohne Tamia gehen wird. Dies amüsiert den Vampir und er wird kurz nostalgisch. Mehr zu sich selbst fragt er: „Was wären wir ohne Familie?“. Er gibt Tamia daraufhin zurück und die Kutsche verschwindet im Nebel.
Die restliche Gruppe ist schließlich Simo gefolgt, auch wenn die Aussicht auf Erfolg sehr gering zu sein scheint. Schließlich treffen alle wieder an der Kreuzung aufeinander. Zur Überraschung aller anderen hat es Fendric tatsächlich geschafft Tamia zu retten. Allerdings stellt sich auch die Frage, ob Strahd beim nächsten Mal ebenfalls so nachsichtig mit der Gruppe umgehen wird. Für ihn scheint das alles ein Spiel zu sein, vor allem weil wir ihm, wie Fendric s Angriff gezeigt hat, nicht gefährlich werden können.
Restlicher Weg zum Tzer-Tümpel
Nachdem wir uns wieder etwas gefangen hatten, nehmen wir an der Kreuzung ein Knarzen wahr, welches vom Galgen kommt. Zu unserer Verwunderung scheint dort jemand zu hängen, der Borgrimm zum Verwechseln ähnlichsieht. Bei genauerer Betrachtung hat sich einiges an der Kreuzung verändert. Simo identifiziert diesen Ort als entweiht und spürt sogar Untote in den Gräbern. Nachdem wir geprüft haben, dass es sich nicht um eine Illusion am Galgen handelt, scheint es uns am sichersten diesen unheiligen Ort zu verbrennen.
Danach machen wir uns wieder auf den Weg in Richtung Tzer-Tümpel . Doch unsere Reise wird ein weiteres Mal unterbrochen. Auf halbem Weg fällt ein Rabe mit einer blauen Feder auf den Weg. Silberne Widerhaken haben ihn schwer verletzt und scheinen ihm starke Schmerzen zu bereiten. Borgrimm bemerkt als erster, dass er von einer Art fliegender Vogelscheuche verfolgt wird. Später werden wir diese Kreaturen als Stryx identifizieren. Nach einem harten Kampf, in dem Krull viel einstecken muss, besiegen wir schließlich die Verfolger. Fendric macht der letzten verbleibenden und größten Stryx dabei mit einem sehr gewagten Manöver den Gar aus. Hoffentlich ist ihm sein Erfolg bei Strahd nicht zu sehr zu Kopf gestiegen.
Nach dem Kampf stabilisiert und heilt Valerion den Raben. Nachdem ihm drei silberne Haken entfernt wurden, kann sicher der Rabe selbst komplett heilen. Da Simo mit Tieren reden kann, nutzt er nun die Gelegenheit dem Raben ein paar Fragen zu stellen. Es stellt sich heraus, dass er Muriel heißt und uns für Freunde hält, da wir Feinde von Strahd sind.
Den restlichen Weg legen wir ohne größere Ereignisse zurück und kommen endlich am Tzer-Tümpel an.
Der Tzer-Tümpel
Das Lager am Tümpel besteht aus mehreren kleinen Zelten die um ein großes herum angeordnet sind. Es stehen acht trinkende Pferde am Fluss und ein Akkordeon spielt bei unserer Ankunft melancholische Klänge. Nachdem unsere Ankunft bemerkt wurde, werden wir von Stanimir, dem menschlichen Anführer der Karawane begrüßt. Er ist dabei freundlich, aber auch etwas ungepflegt, er scheint sich schon seit längerem nicht rasiert zu haben. Er erzählt uns, dass Madame Eva schon auf uns wartet, sie scheint unsere Ankunft also vorhergesehen zu haben. Wir erfahren außerdem mehr über die Vistani, auch Strahd vertraut auf die Weisheit von Madame Eva und die Vistani sind nicht an einzelne Länder gebunden. Stanimir behauptet, dass sie die Belange von Fürsten oder Königen wenig interessieren.
Nach dem Gespräch gehen wir direkt in das Zelt von Madame Eva. Sie sitzt dort zusammengekauert und sieht sehr alt aus, geschätzt über 100 Jahre alt. Auch sie kennt unsere Namen und sagt, dass die Zeichen gutstehen, auch wenn sie lange auf uns warten musste. Sie reagiert außerdem positiv auf den mitgebrachten Raben und erwähnt, dass sie ebenfalls mal einen ähnlichen hatte. Sie weiß ebenfalls, dass wir aus Barovia flüchten möchten, hält diesen Plan allerdings für sehr ambitioniert. Es kommt uns so vor, als stände sie nicht auf der Seite von Strahd, sondern eher so, als würde sie ihn gerne Tod sehen. Dies ist etwas verwunderlich, da sie uns ebenfalls erklärt, dass die Vorrechte der Vistani darauf zurück gehen, dass sie einst Strahd das Leben gerettet haben. Sie weiß außerdem, dass Barovia älter ist als Strahd und das selbst er nicht alle Geheimnisse dieses Landes kennt. In der Abtei solle es zum Beispiel Hinweise auf celestische Wesen geben, irgendetwas scheint dort zu residieren. Sie will unseren Weg, mit Hilfe ihrer Tarokkakarten, genauer ergründen. Doch Diskretion ist hierbei das oberste Gebot, da sie nicht allen Mitgliedern der Karawane vertraut. Deshalb sollen wir sie um Mitternacht an der Kreuzung treffen und darauf achten, dass uns niemand folgt.